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Tech Talk

The Advantages of a Heavy Tone Arm

Es gibt große Diskussionen um die Verwendung von schweren, mittelschweren oder leichten Tonarmen.
Zur Analyse des Themas möchten wir im wesentlichen auf den Impulserhaltungssatz und den sich daraus ergebenen Kompromiss fokussieren. Weitere Dinge wie BIAS, Skating usw. drücken wir für die folgende Diskussion um Tonarmgewichte zunächst einmal in den Skat.

Impulserhaltungssatz und Dynamik

Die Kräfte auf die Nadel durch das Auslenken in der Plattenrille wirken sich auf das gesamte, freibewegliche System des Tonarms aus. Der Teil der Kraft aus der Rille, mit der sich der Tonarm anregen lässt, geht für das Abtastsystem selbst verloren. Das Beste ist das System exakt und hart über der Rille zu platzieren. In diesem Fall wird die Auslenkung der Nadel vollständig in den Wandler übertragen, was zu einer 100% mechanischen Signalnutzung führt.
(Der el. Wirkungsgrad des Wandlers kann nur beim Kauf des Abtastsystems beeinflusst werden).
Hinsichtlich der Dynamik macht es Sinn, den beweglichen Teil des Arms so schwer wie möglich zu machen, um die Energie und damit die Dynamik am Wandler zu maximieren.

Impulserhaltungssatz und Bewegung

Kling ein bisschen flapsig, aber um die vollständige Platte abzuspielen muss sich das Abtastsystem synchron und möglichst widerstandsfrei/-arm zur Rille bewegen. Ist dies nicht der Fall, kommt es zu Dynamikdifferenzen zwischen den Kanälen bis hin zur Abnutzung der antreibenden Seite der Rille. Unter Berücksichtigung der Bewegungsdynamik ist es wichtig den beweglichen Teil des Tonarmes so leicht wie möglich zu gestalten um die daraus resultierenden Störungen und Abnutzungen zu eliminieren.

Daraus lassen sich die folgenden zwei Behauptungen ableiten:
Je schwerer der Tonarm, desto höher ist die Dynamik des Abtastsystems.
Je leichter der Tonarm, desto geringer ist die Störung durch die Bewegung.

Hier heisst es jetzt einen Kopromiss zu finden.

Und da isses wieder, das böse Wort Kompromiss!!!
Warum nicht eine Größe ausschließen.
Die Entwickler passiver konventioneller oder tangentialer Tonarme legen die Priorität auf die Vermeidung von Störungen durch den Vortrieb und verwenden daher in der Regel leichte Tonarme.
Viele aktiv angetriebene Tonarme können sich hiervon deutlich entfernen.

Viele, nicht alle?

Der Teufel liegt wie immer im Detail.
Der Vorschub des Arms ist von der Steigung der Rille über die Platte abhängig, die werde genormt noch konstant ist. Basspassagen haben deutlich größere Vorschübe als sagen wir mal Violinenpartituren, mal abgesehen von Leerrillen.Bei aktiven Tonarmen kommt es daher vor Allem darauf an, wie die Steuerung den Verlauf der Rille erkennt und den Arm steuert.

Typ 1: Step Steuerung

Die Steuerung wartet auf eine größere Abweichung fährt den Arm in eine negative Abweichung und wartet. Wenn ich hier von Abweichungen rede, sind das keine Millimeter. je genauer diese Abweichsteuengen sind desto häufiger muss die Regelung eingreifen. Auch hier sind wieder Kompromisse zu suchen.

Typ 2: Permanente Regelung

Bei dieser Art der Ansteuerung wird der Tonarm permanent nachgeführt. Je genauer die Erfassung der Regelabweichung je höher ist die Qualität der Lagegenauigkeit.

Die Dereneville DTT Tangentialtonarmesind vom Typ 2.

Wir verwenden zur Lageerkennung einen Laser einer Genauigkeit von 5 Tausenstel Millimetern. Den Rest erledigt unsere speziell entwickelte Lageregelungssoftware, die den Arm permanent bewegt und das Abtastsystem optimal über der Rille platziert.
In diesem Fall spielt das Gewicht des Tonarmes, hinsichtlich der Positionierung, keine Rolle. Daher haben wir uns für einen schweren Tonarm entschieden, was sich unmittelbar in der Dynamik und Reiheit sowie der Signal und Seitentrennung feststellen lässt.